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Schwerpunkt MUSIK

 

Am Leininger-Gymnasium haben besonders interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit,  ab des zweiten Halbjahres der 5. Klasse den musikalischen Schwerpunkt zu wählen. Der Schwerpunkt Musik soll musikalisch interessierten und begabten Schülern/innen ermöglichen, ihre Fähigkeiten auch im schulischen Rahmen besser zu entfalten bzw. zu entwickeln. Grundsätzlich sieht der Schwerpunkt Musik an einem Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler eine Stunde Musikunterricht zusätzlich vor. 

Viele der Musik-Schwerpunkt-Schüler/-innen spielen ein Instrument und verfügen durch ihren privaten Instrumentalunterricht bereits über Kenntnisse, die es ermöglichen, im Musikunterricht – besonders im musikpraktischen Bereich – sehr viel intensiver zu arbeiten als in den Regelklassen. Die Ergebnisse werden immer wieder bei Klassenkonzerten oder Aufführungen zu schulinternen Anlässen präsentiert. Auch konnten bereits mehrfach zum Ende des 6. Schuljahres Musiktheaterprojekte mit Schwerpunktklassen realisiert werden. 

Sofern ausreichend Interesse besteht und der gesamtorganisatorische Rahmen es zulässt, wird in Klasse 7 eine Musikklasse gebildet oder der Unterricht im Kurssystem weitergeführt. Die Schüler/-innen haben in den Klassenstufen 7 bis 10 weiterhin eine Stunde Musikunterricht zusätzlich. Darüber hinaus sind sie verpflichtet, an einer der Arbeitsgemeinschaften im musikalischen Bereich teilzunehmen, die wir an unserer Schule anbieten. Sie können wählen zwischen dem Blasorchester, dem Streichorchester, dem Jugendchor, der AG-Neue Musik oder dem Rock- und Pop-Orchester.

Grundsätzlich sollten Sie wissen, dass unsere Musik-Arbeitsgemeinschaften  nicht nur den Schülerinnen und Schülern der Schwerpunktklassen, sondern allen Schülern/innen des Leininger-Gymnasiums offen stehen. 

Besonderheiten des Schwerpunkts Musik

Der Schwerpunkt Musik ist nicht für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend; vielmehr besteht für Eltern die Wahlmöglichkeit, ob sie ihr Kind für den Schwerpunkt anmelden oder nicht. Wir bilden dann aus den Schülerinnen und Schülern, die für den Schwerpunkt angemeldet wurden, eine Lerngruppe. Die Kinder erhalten im zweiten Halbjahr der 5. Klasse zusätzlich zwei Stunden Musikunterricht. Dieser findet klassenübergreifend am Nachmittag im Kurssystem statt. In Klasse 6 ist über das ganze Jahr hinweg eine zusätzliche Musikstunde vorgesehen.  


Davon losgelöst, erhalten alle Schülerinnen und Schüler in der Orientierungsstufe – gleich ob sie im Schwerpunkt sind oder nicht – Musikunterricht laut Lehrplan. In dem Schwerpunkt Musik wird der Unterrichtsstoff vertieft und intensiviert. Im Mittelpunkt steht verstärktes gemeinsames Musizieren, vertieftes Kennenlernen von Musik. 

Wie erfolgt die Anmeldung?

Bei der Anmeldung Ihres Kindes am LG signalisieren Sie Ihr Interesse. Wir vermerken zunächst alle Schülerinnen und Schüler, die an dem Schwerpunkt Musik teilnehmen wollen. Im November/Dezember informieren wir Sie noch einmal detailliert über den Schwerpunkt Musik und den bilingualen Zug. Danach können Sie Ihr Kind für einen der beiden Schwerpunkte - im Einzelfall auch für beide - anmelden. Die Anmeldung ist zunächst für eineinhalb Jahre verpflichtend. Am Ende der Orientierungsstufe müssen Sie mit Ihrer Tochter / Ihrem Sohn dann noch einmal entscheiden. Natürlich hoffen wir, dass Ihre Kinder den Schwerpunkt Musik in der Mittelstufe fortführen.

Kann ein Kind auch noch später in eine Musikklasse aufgenommen werden?

Im Prinzip ist ein späterer Wechsel, z. B. nach der Orientierungsstufe, möglich. Hier kommt es vor allem auf die Empfehlung des bisherigen Musiklehrers bzw. der -lehrerin an; er/sie kann am besten beurteilen, ob der/die Schüler/in im Schwerpunkt Musik erfolgreich mitarbeiten kann. 

Musik - Übersicht der Arbeitsgemeinschaften

Arbeitsgemeinschaften in Fach Musik im Schuljahr 2017/2018

AG Stufe Tag , Zeit Ort Lehrkraft
Chor 7-13 Di, 13:00-13:45 Aula Hr. Schumacher
Unterstufenchor 5-6 Mo, 13:00-13.45 A1.08 Hr. Edrich
Blasorchester 5-13 Di, 13:25-14:55 A1.08 Hr. Lewark
Streichorchester 8-13 Di, 13:25-14:55 A1.10 Hr. Martin
Vororchester 5-7 Mi, 13:25-14:55 A1.10 Hr. Martin
AG-Neue Musik 5-13 Mi, 17:30-19:00 Aula Fr. Egeler-Wittmann
Rock- und Pop-Orchester 7-13 Fr, 13:30-15:00 A1.08 Hr. Schöpflin

Neue Musik

Die AG-Neue Musik am Leininger-Gymnasium in Grünstadt besteht seit 1970 und ist damit die erste und dienstälteste Arbeitsgemeinschaft ihrer Art in Deutschland.

Zahlreiche Stücke namhafter Komponisten, die heute als vielzitierte „Klassiker“ in diesem Bereich gelten, wurden durch ihren Gründer und langjährigen Leiter Manfred Peters angeregt und von der Grünstadter AG uraufgeführt.

Zu den Komponisten, die im Laufe der „Ära Peters“ Stücke für die AG geschrieben haben, zählen unter anderem Antoine Beuger, Johannes Fritsch, Hans-Joachim Hespos, Peter Hoch, Michael Rumpf, Dieter Schnebel oder Mathias Spahlinger.

 

Auf zahlreichen Konzertreisen und Musikfestivals – etwa bei den Bonner und Stuttgarter „Tagen der Neuen Musik“, der „Neuen Musik München“, der „Musik-Biennale Berlin“ oder der Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik – sorgte die AG für Aufsehen und ungeteilte Zustimmung in Fachkreisen, während sie bei ihren heimischen Konzerten in Grünstadt in der Anfangszeit nicht selten auch kontroverse Diskussionen und heftige Auseinandersetzung provozierte.

Wichtige Pionierarbeit leistete die Grünstadter AG auch für einen musikalischen Ost-West-Dialog, indem sie sich seit 1989 verstärkt für die Stücke ostdeutscher Komponisten wie Reiner Bredemeyer, Georg Katzer oder Jakob Ullmann einsetzte. 1992 arbeitete die AG mit Ernst Schwitters, dem Sohn Kurt Schwitters, im Rahmen einer SDR-Produktion an dessen Lautgedichten; im gleichen Jahr brachte die AG auf direkten Vorschlag John Cages dessen Stück Four zur europäischen Erstaufführung. Abgerundet wurde das rege Engagement der AG durch Unterrichtsfilme, mehrere CD-Produktionen (AIR MAUL I – III) und regelmäßige Rundfunkmitschnitte durch fast alle öffentlich-rechtlichen Sender der Bundesrepublik.

Seit 1996 wird die Leitung der AG durch Silke Egeler-Wittmann fortgeführt. Seither ist durch die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Moritz Eggert, Markus Hechtle, Gerhard Stäbler, Erwin Stache und Manos Tsangaris ein neuer  Schwerpunkt im Bereich des Musiktheaters und der Musikperformance gesetzt worden. In enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Bernhard König wurden zudem seit 1999 mehrere Projekte entwickelt, in denen verstärkt auch die fächerübergreifende Auseinandersetzung mit politischen Themen und der jüngeren deutschen Geschichte gesucht wurde – darunter die Plenarmusik für den Mainzer Landtag und das Schloss-Spektakel Hotel Bellevue für den Amtssitz des Bundespräsidenten.

Einer der Schwerpunkte in der AG-Arbeit, maßgeblich geprägt durch die Mainzer Choreographin Nancy Seitz-McIntyre, ist die experimentelle Musik-Tanz-Performance, bei der Tanz und vokale Improvisation eine enge Verbindung eingehen.

Als Projektpartner im Spektrum Villa Musica, der Initiative für Neue Musik in Rheinland-Pfalz, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen ihres Förderprojektes Netzwerk Neue Musik, konnte die AGNM zwischen 2008 und 2011 mehrere große Projekte realisieren, bei denen mehrere Kompositionen uraufgeführt wurden. Darunter das Orchesterprojekt face to face in Kooperation mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken/ Kaiserslautern.

45 Jahre AG-Neue Musik -  

Jubiläumskonzerte in Donaueschingen und Grünstadt, Auftragskomposition an Dieter Schnebel, CD-Produktion bei WERGO

Die AG-Neue Musik am Leininger-Gymnasium Grünstadt gilt inzwischen bundesweit als Institution in Sachen erfolgreicher Vermittlung zeitgenössischer Musik. Seit 20 Jahren unter der Leitung von Silke Egeler-Wittmann prägt sie in entscheidender Weise das musikalische Profil dieser Schule und hat mit ihrer kontinuierlichen erfolgreichen Arbeit im Laufe der vergangenen Jahrzehnte für die Bekanntheit des Leininger-Gymnasiums in musikpädagogischen Fachkreisen gesorgt, was sich beispielsweise in zahlreichen Artikeln der Fachpresse und an dem Interesse seitens renommierter Kultur-Institutionen (wie z.B. Musik-Hochschulen oder dem Rundfunk SWR, DLR-Kultur, u.a.) ablesen lässt. Ein Höhepunkt für dieses Ensemble war zweifellos die Einladung zum weltweit bedeutendsten Festival für zeitgenössische Musik, den Donaueschinger Musiktagen 2013.

Im Jahr 2015 feierte das Ensemble sein 45-jähriges Bestehen mit einem eigenen Jubiläumskonzert im Rahmen des in Donaueschingen erstmals stattfindenden und vom SWR ausgerichteten internationalen Kongresses upgrade (15. – 17. Mai 2015). www.upgrade-donaueschingen.de   Anlässlich dieses besonderen Ereignisses eröffnete die AG-Neue Musik mit der von der Villa Musica Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebenen Komposition Movimento von Dieter Schnebel am 15. Mai 2015 musikalisch den Festivalkongress im Beisein des Komponisten.

Die Arbeiten dieses Komponisten standen im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres: Dieter Schnebel hatte für die AG-Neue Musik in den Anfangsjahren ihres Bestehens auf Anregung des AGNM-Gründers Dr. Manfred Peters bereits einige Stücke komponiert (gesammelt im Zyklus „Schulmusik“), die inzwischen vielfach aufgeführt wurden und zum festen Repertoire Neuer Musik in der Schule gehören. Es ist auch eine Verbeugung vor einem der bedeutendsten Komponisten für zeitgenössische Musik, der in diesem Jahr seinen 85.Geburtstag feiert und der eine besondere Verbindung zum Land Rheinland-Pfalz hat. Zwischen 1956 und 1963 lebte und arbeitete Schnebel in Kaiserslautern, Anfang der 1970er Jahre komponierte er mehrere Stücke für die AG-Neue Musik, die unter der Leitung von Gründer Manfred Peters uraufgeführt wurden („Blasmusik“, „Gesums“, „Übungen mit Klängen“).

Das AG-Neue Musik-Jubiläumskonzert erfolgte am 10. Oktober 2015 in Kooperation der Villa Musica Rheinland-Pfalz mit dem Kulturverein Grünstadt. Im Beisein des Komponisten Prof. Dr. Dieter Schnebel präsentierten die Schülerinnen und Schüler der AG-Neue Musik dessen neue Komposition Movimento. Darüber hinaus waren Streichquintette von Schubert und Schnebel mit Stipendiaten und Dozenten der Villa Musica unter der künstlerischen Leitung von Prof. Alexander Hülshoff zu hören.

Anlässlich des ungewöhnlichen Jubiläums wird im September 2016 eine CD mit der neuen Komposition von Dieter Schnebel in der Interpretation durch die AG-Neue Musik veröffentlicht. Zu diesem Anlass verbringen die Schülerinnen und Schüler der AGNM Mitte Februar eine Woche im SWR-Studio in Kaiserslautern.

Ermöglicht wurde das Projekt durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz, auch der SWR, der Verlag Schott Music (Mainz), bei dem das Werk Schnebels verlegt ist, und das bedeutende Label für zeitgenössische Musik WERGO unterstützen ebenso wie der Förderverein des Leininger-Gymnasiums diese CD-Produktion.

 
 
 

Bläser-AG

Die Bläser-AG des Leininger-Gymnasiums wurde vor 23 Jahren gegründet. Sie besteht aus über 20 ein Blasinstrument spielenden Schülern/-innen und mehreren Perkussionisten. Jeder, der ein Blasinstrument spielen kann, ist herzlich willkommen. Alljährlich veranstaltet die Bläser-AG zusammen mit den anderen Ensembles der Schule ein gemeinsames Adventskonzert in der Martinskirche sowie ein Sommerkonzert in den Räumen des Leininger-Gymnasiums. 

Die Bläser-AG wird aktuell von dem Trompeter Egbert Lewark betreut; über 10 Jahre hinweg wurde sie erfolgreich von Herrn Andreas Mayer geleitet.

Rock- und Pop-Orchester

Seit dem Schuljahr 2017/18 wird das Rock- und Pop-Orchester erfolgreich von dem Berufsmusiker, Herrn Schöpflin, geleitet. Wie die anderen AGs steht es allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 13 offen.

Das Märchenmusical „Die zwölf Schwäne“ - ein Musiktheaterprojekt mit einer Schwerpunktklasse

Im Schuljahr 2011/ 2012 erarbeitete die Klasse 6a fächerübergreifend unter der Leitung von Frau Egeler-Wittmann (Musik) und Frau Schwarze-Kaufmann (Bildende Kunst) das Märchenmusical „Die 12 Schwäne“, frei nach einem Märchen der Gebrüder Grimm und komponiert von Matthias Handschick. Das vorgesehene Konzept beinhaltet dabei einen hohen kreativen Eigenanteil der Schüler/-innen. Sie entwickelten die Spielszenen nach der Märchen-Vorlage selbst und waren auch mit dem Entwerfen und Herstellen von Kostümen und Bühnenbild betraut. Im Zentrum stand die Erarbeitung und szenische Gestaltung der zehn vorgegebenen Chorlieder, die als musikalischer Rahmen für die Märchenhandlung in den Spielszenen dienen. Während der Vorbereitung dieses Musiktheaterprojektes waren die Schüler/-innen in vielfältige Themenbereiche und Arbeitsprozesse involviert, die ihnen Erfahrungen ermöglichten, die im regulären Musikunterricht nur selten gemacht werden können. Die Aufführungen im Theaterraum des LG für die Mitschüler/-innen der Orientierungsstufe bildeten den Höhepunkt und Abschluss dieses Projektes.